7. Mai 2026
3 min

Practice what you teach.

Lehrer*innenwitze gibt es wie Sand am Meer. Und tatsächlich erlebt man als Lehrer*in die verrücktesten Dinge. Die sind mal zum Lachen, mal zum Staunen, aber manchmal eben auch alles andere als lustig. Lass uns doch mal gemeinsam schauen, wie das Lehrer*in-werden und Lehrer*in-sein so funktioniert. By the way, was machen Lehrer*innen denn den ganzen Tag? Waren sie nicht die, die nur bis mittags arbeiten und das halbe Jahr Ferien, bzw. Urlaub haben? Weit gefehlt. Sieh selbst.

information
Bild: © Freepik

Kleiner Scherz am Rande:

Lehrer*in: Ich hoffe, ich erwische dich nicht nochmal beim Abschreiben.
Schüler*in: Das hoffe ich auch.

Der Arbeitsalltag

7:00 Uhr

Ankommen, kurz durchatmen, Kolleg* innen begrüßen. Noch schnell Materialien vorbereiten – und dann geht’s los.

8:00 Uhr

Gong. Unterrichtsbeginn. Jetzt heißt es: erklären, motivieren, begleiten – und das mehrere Stunden am Stück.

10:30 Uhr

Freistunde? Heute nicht. Eine Kollegin ist krank, also übernimmst du spontan den Unterricht. Flexibilität gehört einfach dazu.

12:30 Uhr

Pause. Schnell etwas essen – und nebenbei ein Blick aufs Handy: Ein paar verpasste Anrufe von Eltern. Kein Problem. Aber lieber später in Ruhe.

14:00 Uhr

Unterricht geschafft. Ein guter Moment, um kurz durchzuatmen.

15:30 Uhr

Zweite Runde. Korrigieren, Mails beantworten, Unterricht vorbereiten, Organisatorisches regeln – hier entsteht der Unterricht von morgen.

17:00 Uhr

Feierabend. Viel geschafft, vielleicht bleibt noch etwas offen – aber genau das macht den Job abwechslungsreich.

Das ist natürlich nur ein Beispiel, denn jeder Tag sieht ein bisschen anders aus und je nachdem, ob du eine eigene Klasse hast, wie viele Stunden du wöchentlich unterrichtest und an welcher Schule du bist, variiert der Alltag.

Voll dein Ding?

Diese drei Dinge solltest du als Lehrer*in wissen bzw. mitbringen:

Nerven wie Stahl.

Laut, lebendig, manchmal chaotisch – Schulalltag eben. Als Lehrer*in brauchst du keine Superkräfte, aber ziemlich gute Nerven. Zwischen „Ich hab meine Hausaufgaben vergessen“ und „Warum müssen wir das lernen?“ bleibst du cool und behältst den Überblick.

Konfliktmanager*in inklusive.

Unterricht ist nur ein Teil des Jobs. Du bist auch Streitschlichter* in, Zuhörer*in und manchmal so etwas wie ein „Alltagscoach“ für deine Klasse. Ob kleine Diskussion oder großer Streit – du sorgst dafür, dass am Ende alle wieder miteinander klarkommen.

Feel free.

Du entscheidest, wie dein Unterricht aussieht. Klingt entspannt? Ist es auch – aber nur, wenn du gut organisiert bist. Denn mit der Freiheit kommt die Verantwortung: planen, strukturieren, durchziehen. Und zwar jeden Tag.

Allein etwa 1.000 Stunden pro Jahr verbringt ein*e Lehrer*in übrigens im Schnitt mit dem Korrigieren von Arbeiten und Klausuren. Und von den rund 80 Ferientagen im Jahr bleiben durch Konferenzen, Fortbildungen, Vorbereitungen, Korrekturen usw. am Ende umgerechnet auch nicht mehr als 30 „echte“ Urlaubstage.
Bild: © Freepik

Bachelor, Master & Referendariat

Es gibt von Bundesland zu Bundesland ein paar Besonderheiten, was den Ablauf des Lehramtsstudiums betrifft. Vereinfacht gesagt dauert das Studium ca. 5-7 Jahre:

  • Bachelorstudium: 3 Jahre
  • Masterstudium: 1–2 Jahre
Bild: © Freepik

Referendariat

Nach dem Studium folgt das Referendariat, das mit dem zweiten Staatsexamen abschließt. Danach hast du deinen Abschluss in der Tasche und bist „fertige*r Lehrer*in“. Die Berufsaussichten als Lehrer*in sind übrigens so gut, dass man heute auch als Quereinsteiger*in in einigen Bundesländern gute Chancen hat. Grundschullehrer*innen werden besonders stark gesucht. Und an den weiterführenden Schulen kommt es auf die Fächerkombinationen an: Insbesondere in naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathematik, Physik oder Chemie herrscht großer Bedarf.

Viele weitere spannende Fakten und Informationen rund um den Lehrer*innen-Beruf findest du hier: www.studycheck.de