Der Weg zum Medizinstudium unterscheidet sich in mancherlei Hinsicht zu anderen Studiengängen. Aber wenn du ihn erst einmal kennst – und das ist spätestens nach der Lektüre dieses Artikels der Fall –, dann ist es eigentlich ganz easy.
Practice what you teach.
Kleiner Scherz am Rande:
Lehrer*in: Ich hoffe, ich erwische dich nicht nochmal beim Abschreiben.
Schüler*in: Das hoffe ich auch.
Der Arbeitsalltag
7:00 Uhr
Ankommen, kurz durchatmen, Kolleg* innen begrüßen. Noch schnell Materialien vorbereiten – und dann geht’s los.
8:00 Uhr
Gong. Unterrichtsbeginn. Jetzt heißt es: erklären, motivieren, begleiten – und das mehrere Stunden am Stück.
10:30 Uhr
Freistunde? Heute nicht. Eine Kollegin ist krank, also übernimmst du spontan den Unterricht. Flexibilität gehört einfach dazu.
12:30 Uhr
Pause. Schnell etwas essen – und nebenbei ein Blick aufs Handy: Ein paar verpasste Anrufe von Eltern. Kein Problem. Aber lieber später in Ruhe.
14:00 Uhr
Unterricht geschafft. Ein guter Moment, um kurz durchzuatmen.
15:30 Uhr
Zweite Runde. Korrigieren, Mails beantworten, Unterricht vorbereiten, Organisatorisches regeln – hier entsteht der Unterricht von morgen.
17:00 Uhr
Feierabend. Viel geschafft, vielleicht bleibt noch etwas offen – aber genau das macht den Job abwechslungsreich.
Voll dein Ding?
Diese drei Dinge solltest du als Lehrer*in wissen bzw. mitbringen:
Nerven wie Stahl.
Laut, lebendig, manchmal chaotisch – Schulalltag eben. Als Lehrer*in brauchst du keine Superkräfte, aber ziemlich gute Nerven. Zwischen „Ich hab meine Hausaufgaben vergessen“ und „Warum müssen wir das lernen?“ bleibst du cool und behältst den Überblick.
Konfliktmanager*in inklusive.
Unterricht ist nur ein Teil des Jobs. Du bist auch Streitschlichter* in, Zuhörer*in und manchmal so etwas wie ein „Alltagscoach“ für deine Klasse. Ob kleine Diskussion oder großer Streit – du sorgst dafür, dass am Ende alle wieder miteinander klarkommen.
Feel free.
Du entscheidest, wie dein Unterricht aussieht. Klingt entspannt? Ist es auch – aber nur, wenn du gut organisiert bist. Denn mit der Freiheit kommt die Verantwortung: planen, strukturieren, durchziehen. Und zwar jeden Tag.
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Bachelor, Master & Referendariat
Es gibt von Bundesland zu Bundesland ein paar Besonderheiten, was den Ablauf des Lehramtsstudiums betrifft. Vereinfacht gesagt dauert das Studium ca. 5-7 Jahre:
- Bachelorstudium: 3 Jahre
- Masterstudium: 1–2 Jahre
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Referendariat
Nach dem Studium folgt das Referendariat, das mit dem zweiten Staatsexamen abschließt. Danach hast du deinen Abschluss in der Tasche und bist „fertige*r Lehrer*in“. Die Berufsaussichten als Lehrer*in sind übrigens so gut, dass man heute auch als Quereinsteiger*in in einigen Bundesländern gute Chancen hat. Grundschullehrer*innen werden besonders stark gesucht. Und an den weiterführenden Schulen kommt es auf die Fächerkombinationen an: Insbesondere in naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathematik, Physik oder Chemie herrscht großer Bedarf.
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