18. Oktober 2021
2 min
Numerus Clausus

Was sich hinter dem Begriff verbirgt und was du bei der Bewerbung um einen zulassungsbeschränkten Studienplatz beachten musst, erfährst du in diesem Artikel.

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Das Abitur ist endlich in Reichweite und du hast schon einige Wunschstudiengänge gefunden? Dann wird es höchste Zeit, zu prüfen, wie deine Aussichten auf eine Zulassung stehen. Neben der Wahl des Fachs und des Hochschulorts spielt auch der Numerus Clausus, kurz NC, eine nicht unerhebliche Rolle bei deiner Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Studienangebot. Doch was ist der NC eigentlich und was kannst du tun, wenn dein Abiturschnitt nicht gut genug ist? Alles Wichtige erfährst du in diesem Artikel.

Was ist der NC?

Es handelt sich dabei um eine Zugangsbeschränkung, die die Zahl der Studienbewerber, die eine Universität aufnimmt, begrenzt. Daher spricht man auch von zulassungsbeschränkten Studiengängen. Der Grund für dieses Auswahlvorgehen liegt darin, dass sich regelmäßig mehr Abiturienten bewerben, als die Hochschulen aus Platzgründen aufnehmen können. Als Basis für die Entscheidung, wer zugelassen und wer abgelehnt wird, dienen die Abiturnoten der Bewerber. Das heißt: Je größer der Anteil von Kandidaten mit einer guten Durchschnittsnote, desto strenger wird der NC. Er spiegelt also das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wider und wird jedes Semester neu berechnet.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen bundesweiten und örtlichen Zugangsbeschränkungen. Die Zulassung zu den Fächern Human-, Zahn- und Tiermedizin sowie Pharmazie ist in ganz Deutschland eingeschränkt, und da es jedes Semester erneut sehr viele Interessenten gibt, müsste deine Durchschnittsnote entsprechend gut sein. In allen anderen Fachbereichen entscheiden die Hochschulen selbst, ob sie den Zugang aus Kapazitätsgründen beschränken müssen oder nicht.

Wie läuft die Bewerbung ab?

Wenn du Medizin oder Pharmazie studieren willst, wird der Bewerbungsprozess durch die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) gesteuert. Auf der Website der Stiftung, die du über www.hochschulstart.de erreichst, füllst du mittels des dialogorientierten Serviceverfahrens (DoSV) deinen Zulassungsantrag aus. Anschließend schickst du ihn erst digital und danach postalisch an die Stiftung. Auch einige örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge nehmen am DoSV teil, bei anderen wiederum bewirbst du dich direkt bei der Universität. In allen drei Fällen gelten Bewerbungsfristen, die du einhalten musst, da dein Antrag sonst nicht berücksichtigt wird. Bis zu welchem Datum du deine Unterlagen eingereicht haben musst, erfährst du auf den Websites der SfH oder deiner Wunschhochschule. Beachte dabei, dass es beim SfH unterschiedliche Zeiträume für Neu- und Altabiturienten gibt.

Wie kannst du deine Zulassungschancen erhöhen?

War es früher noch möglich, über Wartesemester an einen Studienplatz zu kommen, so ist dies ab 2022 keine Option mehr. Wenn dein Abitur nicht perfekt geraten ist, kannst du jedoch über das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) oder die zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) doch noch zugelassen werden. Informiere dich, welche Kriterien durch verschiedene Hochschulen wie stark gewichtet werden, und bewirb dich bei den Universitäten, die dir die besten Chancen bieten.