28. März 2022
4 min

Die Mappe für deine Bewerbung – die Eintrittskarte für das kreative Traumstudium

Wer ein künstlerisches oder kreatives Studium absolvieren möchte, muss oft ein hartes Auswahlverfahren durchlaufen. Eins der wichtigsten Elemente ist dabei eine überzeugende Bewerbungsmappe. Was gehört dazu – und was besser nicht?

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Ob Musik, Design oder bildende Künste – viele Menschen träumen von einem kreativen Studium. Um davon allerdings leben zu können, braucht es oft einen Abschluss an einer renommierten Universität oder Hochschule, die man in den Lebenslauf schreiben kann. Allerdings: je renommierter, desto höher die Anforderungen des Studiums, auch im Bewerbungsprozess. In jedem Jahr wollen mehr als 1000 junge Menschen ebenfalls zur kreativen Elite gehören, doch aus der Flut an Bewerbungen wird der Großteil in einem strengen Zulassungsverfahren ausgesiebt. Die Mappe ist, auch im digitalen Zeitalter, eins der wichtigsten Kriterien in dieser Auswahl.

Die Bewerbung: Was gehört dazu?

Neben der Mappe gehören noch folgende Dinge zu den Bewerbungsunterlagen:

  • Das Deckblatt: Deine Quintessenz macht Lust auf mehr.
  • Das Anschreiben: Was ist deine Motivation für das Studium an dieser Institution?
  • Der Lebenslauf: Was hast du bisher gemacht, das dich hierzu befähigt? Ein Bewerbungsfoto ist dabei neuerdings selten nötig. Hier lohnt es sich, vorher nachzufragen, welche Anforderungen es für den Lebenslauf gibt.
  • Zeugnis oder Referenz: Weise mit einem Arbeitszeugnis nach, dass andere von dir überzeugt waren.
  • Die Mappe, dein Portfolio, dein Herzstück: Was hast du bisher gemacht? Was kannst du?

Jede Uni oder Hochschule hat dabei eigene Anforderungen. Am besten ist es, sich vorher genau zu informieren und für jede Bewerbung die Bewerbungsunterlagen neu auf den jeweiligen Studiengang abzustimmen. Das bezieht sich natürlich auch auf das Anschreiben, das für jede Institution neu erstellt und daran angepasst werden sollte.

Eine Mappe voller Ideen – Talent ist alles?

Viele Leute bringen eine Menge Talent mit – aber das allein bringt keinen Studienplatz. Auch bürokratische Anforderungen wie Mappenformat, Fristen oder besondere Zusende-Optionen wie Postfach oder Filelink müssen erfüllt werden. Diese Dinge sind aus Sicht der Uni wegen des internen Aufbaus notwendig, sind aber für einige Studieninteressierte abschreckend.

Dazu ein Tipp: Auch, wenn die Formatvorgaben des Bewerbungsverfahrens wenig mit den tatsächlichen Inhalten des Studiums zu tun haben, kann so die eigene Organisationsfähigkeit überprüft werden. Denn ein Kunststudium ist nicht nur Kunst, sondern vor allem auch Studium – und das bedeutet Selbständigkeit und Organisation.

Daher ist es wichtig, sich langfristig und konkret auf eine Bewerbung vorzubereiten. Wer sich nicht mit formalen Fehlern automatisch ins Aus befördern will, sollte sich frühzeitig und gewissenhaft über diese Regeln informieren. Gleichzeitig bedeutet das, dass jede Bewerbung einzigartig sein muss, da auch jede Universität oder Hochschule eigene Anforderungen stellt.

Die Bewerbungsmappe: Vielfalt mit rotem Faden

Die Mappe hat den primären Zweck, das künstlerische Können, die Interessen und die Fähigkeit zur Selbstpräsentation erfolgreich der Jury zu vermitteln. Dabei müssen die enthaltenen Arbeiten nicht perfekt sein, immerhin bewirbt man sich ja für ein Studium oder eine Ausbildung. Verschiedene Stilrichtungen und die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien und Vorgehensweisen weisen auf ein breites Interesse und großen Lernwillen hin.

Wichtig dabei ist jedoch, dass die Arbeiten nicht wahllos aufgereiht sind, sondern dass sie von einem roten Faden – einer einheitlichen Idee – verbunden werden. Das kann ein Thema sein, eine Perspektive, ein Format oder eine Farbe. Wichtig ist, dass dies erkennbar, schlüssig und konsequent umgesetzt wird. Dabei verbindet der rote Faden nicht nur die verschiedenen Arbeiten, sondern er zeigt auch die Organisationsfähigkeit und Strukturiertheit der Bewerber*in auf. Gleichzeitig bildet die Mappe somit einen Ausblick auf späteres künstlerisches Arbeiten, und zwar von der Idee über die Konzeption bis hin zur Ausführung.

Die Idee des roten Fadens sollte dabei ins Auge fallen, sodass die Jury beim Auswahlprozess die Mappe im Hinterkopf behält – und zwar positiv. Dabei ist es praktisch, sich bei der Zusammenstellung der Mappe in die Arbeit der Jury hineinzuversetzen. Innerhalb kurzer Zeit muss diese viele Mappen ansehen und bewerten. Daher kommt es gut an, wenn handliche Formate gewählt werden, alles gut und einheitlich beschriftet ist und die Bewerbungsmappe stabil ist.

Übersicht über unsere Tipps für die Mappengestaltung

  • Jede Hochschule hat andere Vorstellungen und Anforderungen, wie eine Mappe aussehen soll – deshalb sollte für jede Bewerbung die Mappe gezielt vorbereitet werden.
  • Vor und während der Erstellung der Bewerbung und der Mappe müssen diese Anforderungen ausführlich recherchiert werden.
  • Praktisch ist es, möglichst viele Ideen zu sammeln – zum Beispiel bei einem Besuch in einem Museum, Kino oder Theater. In einem Skizzenbuch können spontan Dinge festgehalten werden.
  • Bei vielen Universitäten oder Hochschulen gibt es eine Mappenberatung. Diese gibt Tipps und alle Informationen zu den konkreten Anforderungen.
  • Die eingereichten Arbeiten müssen nicht künstlerisch perfekt sein. Die Mappe sollte aber nicht wahllos zusammengestellt werden. Empfehlenswert sind eine klare Struktur und ein erkennbarer roter Faden.
  • Die Mappe sollte generell gut zu handhaben sein: Riesige Formate oder dünnes, rissiges Papier eignen sich nicht. Beschrifte außerdem immer alles gut, damit sich die Mappen nach der Präsentation wieder richtig zuordnen lassen.